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Ein Ort findet sein Thema...

Der „Junkernhof“ in Meimbressen bildet seit Jahrhunderten einen wichtigen historischen Bezugspunkt für die Identität des über 1100 Jahre alten Dorfes. Als Stammsitz der Wölffe von Gudenberg erinnert er an die frühere Funktion dieser Familie als Grundherrin des Dorfes. Über viele Generationen hinweg übte sie auch das Schutzrecht für die hier lebenden Jüdinnen und Juden aus.

An diese Verbindung zwischen Familien- und Ortsgeschichte und dem Leben der jüdischen Minderheit will unser Verein anknüpfen. Er wendet sich zum einen an die heutigen Meimbresserinnen und Meimbresser, die das 600jährige Zusammenleben mit jüdischen Nachbarn nur noch aus den Erzählungen kennen. Und er sucht zum anderen den Kontakt zu den Nachfahren der jüdischen Familien des Dorfes, die heute in anderen Ländern zu Hause sind. Durch seine Aktivitäten möchte er dazu beitragen, die Menschen in der gesamten nordhessischen Region mit dem Reichtum der jüdischen Kultur in Kontakt zu bringen.

Stellungnahme des Vereins „Judaica in Meimbressen e.V.“ zum Angriff der Hamas auf Israel

Statement of the association „Judaica in Meimbressen e.V.“ on the attack of Hamas on Israel

Once again, the people of Israel are hit by rockets and terror on a Jewish holiday. Once again they have to fear that the only halfway safe place to live in the world is being pulled out from under their feet. Jews have been persecuted and killed for millennia in every conceivable corner of the globe. Our hearts bleed when we realize that they find no peace even in Israel. From the cowardly attack of Hamas on Israeli civilians, from the kidnappings and exposures of the victims, an unmasked Anti-Semitism looks at us – a fanaticism to want to destroy the state of Israel and all Jews.

 

We condemn this attack in the strongest possible terms and show our solidarity with the people of Israel and the Jews all over the world – but also with all Palestinians who suffer under Hamas' reign of terror. At the same time, we condemn the Iranian regime's gloating reaction to the attacks. Our solidarity is also with the courageous Iranians who are fighting their own oppressive regime and do not see Israel as an enemy. We expressly welcome the Nobel Peace Prize awarded to the imprisoned Iranian freedom fighter Narges Mohammadi.

Our thoughts and prayers are with all - in Israel, in Palestine, in Iran, in Ukraine and elsewhere – who must fear and fight for their freedom and their lives these days. We will continue to do everything in our power to uphold the memory of the Shoah in Germany and especially in our region, to stand by the weak and the attacked in our country as well – and to resolutely fight anti-Semitism as well as anti-Muslim racism and every other form of racism and violence.

Meimbressen, October 9, 2023

Zum wiederholten Male werden die Menschen in Israel an einem jüdischen Feiertag von Raketen und Terror heimgesucht. Zum wiederholten Male müssen sie fürchten, dass ihnen der weltweit einzige halbwegs sichere Ort zum Leben unter den Füßen weggezogen wird. Jüdinnen und Juden werden seit Jahrtausenden in jedem denkbaren Winkel der Erde verfolgt und umgebracht. Unser Herz blutet, wenn wir feststellen müssen, dass sie selbst in Israel keine Ruhe finden. Aus dem feigen Angriff der Hamas auf israelische Zivilisten, aus den Entführungen und Bloßstellungen der Opfer blickt uns ein unmaskierter Antisemitismus an – ein Fanatismus, den Staat Israel und alle Jüdinnen und Juden vernichten zu wollen.

 

Wir verurteilen diesen Angriff auf das Schärfste und solidarisieren uns mit den Menschen in Israel und den Jüdinnen und Juden in aller Welt – aber auch mit allen Palästinenserinnen und Palästinensern, die unter der Terrorherrschaft der Hamas leiden. Wir verurteilen zugleich die hämische Reaktion des iranischen Regimes auf die Angriffe. Unsere Solidarität gilt ebenso den mutigen Iranerinnen und Iranern, die ihr eigenes Unterdrücker-Regime bekämpfen und in Israel keinen Feind sehen. Den Friedensnobelpreis an die inhaftierte iranische Freiheitskämpferin Narges Mohammadi begrüßen wir ausdrücklich.

 

Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen – in Israel, in Palästina, im Iran, in der Ukraine und anderswo –, die in diesen Tagen um ihre Freiheit und ihr Leben fürchten und kämpfen müssen. Wir werden nach wie vor alles in unserer Macht Stehende tun, in Deutschland und vor allem in unserer Region das Gedenken an die Shoah aufrechtzuerhalten, den Schwachen und Angegriffenen auch bei uns beizustehen – und Antisemitismus ebenso wie antimuslimischen Rassismus und jede andere Form von Rassismus und Gewalt entschieden zu bekämpfen.

Meimbressen, 9. Oktober 2023

 

 

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Jeder, der den Nachkommen jüdischer Familien aus Meimbressen schreiben und Anteil nehmen will, kann von uns Email-Adressen bekommen. Gerade aufgrund unserer Geschichte ist es wichtig, dass die Menschen in Israel spüren, wie viele Deutsche an ihrer Seite sind.

 

Und natürlich können Sie für die Opfer des Hamas-Terrors spenden. Wir empfehlen folgende Organisationen:

1. den Jüdischen Nationalfonds e.V., der in dem besonders hart  vom Terror betroffenen Südisrael so genannte „Resilience Center“ unterhält, die den traumatisierten Opfern und ihren oftmals ebenso traumatisierten Angehörigen mit vielfältigen therapeutischen Ansätzen helfen. Hier ist die Homepage, wenn man sich informieren will: https://www.jnf-kkl.de/spende/soforthilfe-suedisrael/. Und hier ist die Kontonummer: Jüdischer Nationalfonds e.V., IBAN: DE49 3702 0500 0000 0170 01, BIC: BFSWDE33

2. das Ben Shemen Youth Village: Bitte klicken Sie auf den nachfolgenden Link, wenn Sie eine Spende geben wollen: https://web.causematch.com/donate/ben-shemen. Nähere Informationen über das Jugenddorf Ben Shemen finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=wAq5oZHiiFw 

3. die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.: Die Zentralwohlfahrtsstelle arbeitet mit der humanitären Partnerorganisation IsraAID Germany an einem Hilfsprojekt für Betroffene in Israel. Spenden sind bereits möglich.

Falls Sie spenden wollen, klicken Sie hier!

Wir freuen uns, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen:
+49 5677 839

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